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WiN-Academy: Wissenschaftlicher Nachwuchs an der Universität Bayreuth

Promotion - Postdoc - Habilitation

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Gute Wissenschaftliche Praxis

aktuell: Interview mit Prof. Rixen:
              Plagiate passieren nicht nur einfach. in:  DIE ZEIT vom 12. Februar 2019          Link zur Webseite (extern)


"Wissenschaft gründet auf Redlichkeit. Diese ist eines der wesentlichen Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis und damit jeder wissenschaftlichen Arbeit. Nur redliche Wissenschaft kann letztlich produktive Wissenschaft sein und zu neuem Wissen führen."
(in: DFG (1998): Vorschläge zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis. Denkschrift. Vorwort zur ergänzten Auflage (2013). Wiley-VCH, Weinheim.)


An der Universität Bayreuth wird die gute wissenschaftliche Praxis seit Mai 2012 in der
Satzung zur Sicherung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis und zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten definiert und geregelt.
Bereits am 12. Juli 2011 hatte die Hochschulleitung Maßnahmen zur Sicherung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis bei der Betreuung von Doktorandinnen und Doktoranden, insbesondere im Promotionsverfahren beschlossen.


Unterstützt werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der universität Bayreuth bereits früh in Ihrer Laufbahn. So soll sich die Betreuung von Doktorandinnen und Doktoranden  in einem Rahmen vollziehen, der die dauerhafte Vertrautheit mit den Standards guter wissenschaftlicher Praxis sicherstellt. Die WiN Academy und die University of Bayreuth Graduate School unterlegen dies mit entsprechenden Fortbildungsangeboten.


Sicherung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis und Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten

Regeln guter wissenschaftlicher Praxis (§3 der Satzung der Universität Bayreuth)

(1) 1Alle an der Universität Bayreuth in der Forschung tätigen Personen sind zu wissenschaftlicher Redlichkeit verpflichtet (Art. 6 Abs. 1 Satz 3 BayHSchG). 2Sie müssen die in ihrem wissenschaftlichen Tätigkeitsbereich anerkannten Standards guter wissenschaftlicher Praxis (Regeln) beachten, etwaige Zweifel über die maßgeblichen Standards eigenverantwortlich aufklären, wissenschaftliches Fehlverhalten vermeiden und erkanntes Fehlverhalten regelgerecht korrigieren. 3Sie sind für die ihnen zurechenbaren Folgen ihres Fehlverhaltens verantwortlich.

(2) 1Die Fakultäten stellen sicher, dass die Vermittlung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis in allen Studiengängen und im Rahmen der Betreuung von Doktorandinnen und Doktoranden dauerhaft gewährleistet ist; hierbei ist die Aufmerksamkeit auch auf die Gefahr wissenschaftlichen Fehlverhaltens zu lenken. 2Die Betreuerinnen und Betreuer bieten den Doktorandinnen und Doktoranden ungeachtet der Verantwortung der Fakultät regelmäßig Gespräche an, die auch der Klärung von Zweifeln über die Standards guter wissenschaftlicher Praxis dienen.

(3) 1Wissenschaftliche Forschungsarbeit dient der Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnisse, der wissenschaftlichen Grundlegung sowie der Weiterentwicklung von Lehre und Studium (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 BayHSchG); sie wird geprägt von der eigenverantwortlichen und methodisch kontrollierten Arbeit an möglichen Erkenntnisfortschritten. 2Das gilt insbesondere für die wissenschaftliche Arbeit im Rahmen eines Promotionsvorhabens. 3Die Betreuung im Rahmen des Promotionsverhältnisses entbindet die Doktorandin bzw. den Doktoranden nicht von der Pflicht, sich über die maßgeblichen Standards guter wissenschaftlicher Praxis zu informieren und diese dauerhaft zu beachten. 4Fehlt es an Anhaltspunkten dafür, dass die Doktorandin oder der Doktorand die Standards guter wissenschaftlicher Praxis missachtet, darf die Betreuerin oder der Betreuer des Promotionsvorhabens auf das regelgerechte Verhalten der Doktorandin bzw. des Doktoranden vertrauen (Vertrauensgrundsatz). 5Sätze 3 und 4 gelten entsprechend für alle Personen, die in wissenschaftlichen Arbeitsbereichen oder -gruppen (z.B. Sonderforschungsbereichen, Graduiertenkollegs, Forschergruppen, Forschungsstellen, Lehrstühlen) forschen und nicht Doktorandinnen bzw. Doktoranden sind.

(4) 1Zu den Standards guter wissenschaftlicher Praxis gehören insbesondere

1. der transparente und nachvollziehbare Umgang mit Ideen, Texten, Daten und sonstigen Quellen, die von anderen stammen, namentlich durch die Beachtung aussagekräftiger und Missverständnisse vermeidender Zitierregeln,
2. die für Dritte nachvollziehbare, insbesondere lückenlos protokollierte und dokumentierte Erhebung von Primärdaten (Originaldaten),
3. die Wahrung strikter Ehrlichkeit im Hinblick auf die Forschungsbeiträge anderer, insbesondere bei der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen die Nennung von Personen, die einen eigenen wissenschaftlichen oder wesentlichen sonstigen Beitrag geleistet haben, als Mitautorinnen oder Mitautoren und, soweit möglich, die Kennzeichnung ihres Beitrags (Art. 6 Abs. 2 BayHSchG),
4. die Beachtung der gemeinsamen Verantwortung von Mitautorinnen und Mitautoren für Publikationen unter Ausschluss der sog. Ehrenautorschaft,
5. die Ausrichtung der Bewertung und Benotung wissenschaftlicher Arbeiten an transparenten Maßstäben bzw. Kriterien, die insbesondere sicherstellen, dass Originalität und Qualität Vorrang vor Quantität haben,
6.Transparenz hinsichtlich der Finanzierung von Forschungsprojekten sowie
7. die Offenlegung von Interessenkonflikten im Zusammenhang mit einem Forschungsprojekt.

2Die Besonderheiten der einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen, insbesondere der experimentell arbeitenden Fächer, sind ebenso zu beachten wie die Anforderungen multi-, inter- und transdisziplinären wissenschaftlichen Arbeitens.

(5) Primärdaten, die als Grundlage für Veröffentlichungen dienen, sind in derjenigen wissenschaftlichen Einrichtung, in der sie entstanden sind, für zehn Jahre auf haltbaren und gesicherten Datenträgern aufzubewahren, soweit dies zum Zwecke der Nachprüfbarkeit erforderlich ist.

(6) Die Leiterinnen und Leiter von wissenschaftlichen Arbeitsbereichen oder -gruppen (Abs. 3 Satz 5) müssen unbeschadet der Verantwortung der Fakultäten (Abs. 2 Satz 1) durch geeignete und angemessene Organisationsmaßnahmen sicherstellen, dass die Aufgaben der Leitung und Aufsicht einschließlich der Klärung der maßgeblichen Standards guter wissenschaftlicher Praxis innerhalb der Arbeitsbereiche oder -gruppen eindeutig zugewiesen sind und von den jeweils dort Tätigen tatsächlich wahrgenommen werden.


Nützliche Links und Schriften zur guten wissenschaftlichen Praxis

ForschungsdatenmanagementEinklappen

Wir leben im Zeitalter der Datenfluten (‚Data Deluge‘). Daten müssen daher gut organisiert werden und zugänglich sein. Forschungsdaten bilden eine Grundlage wissenschaftlichen Arbeitens und sollten über den gesamten Forschungsprozess – von der Datengewinnung bis zur Publikation und zur langfristigen Bereitstellung – nach fachlich einschlägigen Standards behandelt und dokumentiert werden.

Organisation und Management der eigenen Daten erleichtern die wissenschaftliche Arbeit, ermöglichen eine Steuerung der eigenen Arbeitsprozesse und garantieren die Qualität der Daten durch die Nachvollziehbarkeit derer Entstehung. So leistet Forschungsdatenmanagemt einen Beitrag zur guten wissenschaftlichen Praxis.

Mehr auf der Website zum Thema.

Download der Leitlinien der Universität Bayreuth zum Forschungsdatenmanagement (pdf)

​Predatory Publishing / Predatory Open AccessEinklappen

Predatory Publishing bezeichnet die Vorgehensweise schwarzer Schafe unter den Verlegern.  In den vergangenen Jahren ist die Anzahl solcher dubiosen Verleger sprunghaft gestiegen. 

Beim Peredatory Publishing, also der Publikation von Forschungsergebnissen bei Raubverlagen, finden Qualitätssicherung (Peer-Review, Indexierung etc.) und redaktionelle Bearbeitung der Artikel häufig nicht statt oder sie enstprechen nicht den Standards der guten wissenschaftlichen Praxis. Predatory Publishing ist häufig ein Phänomen im Bereich des Open Access-Publizierens. Unter Missbrauch des Open-Access-Gedankens werden von den Autorinnen oder Autoren die üblichen Article processing Charges (APC) erhoben, ohne dass es zu entsprechenden Leistungen kommt.

Mehr auf der Webseite der Universitätsbibliothek zum Thema.

Download der Informationsbroschüre der Universität Bayreuth zu Predatory Publishing (pdf) 

Publikationsrichtlinie der Universität BayreuthEinklappen

Die Publikationsrichtlinie soll als Leitfaden für die standardisierte Angabe der Affiliation bei deutsch- und englischsprachigen Publikationen dienen.

Durch die Umsetzung der Empfehlungen sollen Sichtbarkeit und Wahrnehmung der Forschungstätigkeiten der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bayreuth weiter erhöht werden und die internationale Reputation der Universität Bayreuth bei Fördereinrichtungen und Kooperationspartnern weiter gestärkt werden.

Mehr auf der Webseite der Universitätsbibliothek zum Thema

Download der Publikationsrichtlinie der Universität Bayreuth (pdf)

Interne DokumenteEinklappen
Externe SchriftstückeEinklappen

Verantwortlich für die Redaktion: Thomas Gollan

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